Rheintal Mitte

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Will ein LKW aus den Betriebsgebieten Wallenmahd oder Unterklien auf die Autobahn, muss er durch Siedlungsgebiete in Dornbirn oder Hohenems fahren. Die Siedlungsgebiete vom Schwerverkehr zu entlasten und zugleich einen leistungsfähigen Autobahnanschluss für die Betriebsgebiete zu schaffen, war ursprünglich der Anstoß zum Projekt Rheintal Mitte, bei dem das Land Vorarlberg und die Gemeinden Dornbirn, Hohenems und Lustenau gemeinsam an einem Planungstisch sitzen. Mittlerweile wurden zehn Varianten erarbeitet und der Bevölkerung von Dornbirn (13.10.2009) und Hohenems (21.10.2009) präsentiert.

> Überblick über die zehn Varianten

Insgesamt informierten sich über 260 interessierte Bürgerinnen und Bürger bei den beiden Veranstaltungen über den aktuellen Stand des Projektes. Vorgestellt wurden die zehn Lösungsvarianten mit ihrer jeweiligen Stärken-Schwächen-Analyse. Für Fragen standen Expertinnen und Experten aus den Bereichen Raumplanung, Verkehrssicherheit, Stadt-planung, Umweltschutz und Straßenbau zur Verfügung. Die Anregungen, die aus den öffentlichen Präsentationen gewonnen wurden, fließen wiederum in die nächsten Planungsschritte ein.

„Es ist enorm wichtig, die Sichtweisen und Sorgen der betroffenen Menschen zu kennen”, betont Projektleiter Martin Assmann, „ein großes Anliegen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltungen in Dornbirn und Hohenems war, dass der Schwerverkehr aus den Industriegebieten Wallenmahd und  Unterklien möglichst schnell auf die Autobahn gelangt. Durch Finanzierungsabklärung, Planung, Abwicklung von Grundablösen und Behördenverfahren muss bei Projekten dieser Größenordnung allerdings mit längeren Vorlaufzeiten gerechnet werden. Wird eine Variante gewählt, die in einen bestehenden Autobahnanschluss mündet, können wir in frühestens sechs Jahren mit den Bauarbeiten beginnen. Muss ein neuer Knoten zwischen Hohenems und Dornbirn Süd errichtet werden, frühestens in neun Jahren.”
 
Über die Grenzen von Gemeinden und Fachbereichen hinweg.

Lustenau ist zwar vom Schwerverkehr der Betriebsgebiete Wallenmahd und Unterklien kaum betroffen, hat aber einen großen Anteil am Freiraum zwischen den drei Gemeinden und sitzt deshalb mit am Planungstisch. Soll nämlich die räumliche Entwicklung einer Region nachhaltig sein, können Verkehrslösungen nicht abgekoppelt von Siedlungsentwicklung und Naherholung betrachtet werden.

“Diese Vorgehensweise bringt eine völlig neue Qualität in die Raum- und Verkehrsplanung”, betont Landesrat Karlheinz Rüdisser”, eine regionale und Disziplinen übergreifende Planung, wie sie derzeit bei Rheintal Mitte erfolgt, wird in Zukunft Standard sein - vor allem für Projekte dieser Größenordnung.”



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