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Herausforderungen gemeinsam meistern

Nach der Vorstellung der grenzüberschreitenden Rheintalkarten nimmt die Zusammenarbeit der St. Galler und Vorarlberger Rheintalgemeinden nun erste Formen an. Im neuen KOM Veranstaltungszentrum in Altach trafen sich am 15. März 2011 zum ersten Mal 14 Vorarlberger Bürgermeister und 11 St. Galler Gemeindepräsidenten zu einem Informationsaustausch.

"Die Stimmung bei diesem ersten Kennenlernen war hervorragend", betonten Martin Assmann, Projektleiter von Vision Rheintal, und Göpf Spirig, Leiter der Geschäftsstelle Verein St. Galler Rheintal. "Die Gespräche waren sehr positiv und geprägt von echtem Interesse." Beide Seiten äußerten klar den Wunsch, eine Basis zu schaffen, um die beiden Planungsprozesse Vision Rheintal und das Schweizer Agglomerationsprogramm Rheintal verstärkt zusammenführen zu können. 

Denn sowohl das Vorarlberger als auch das St. Galler Rheintal sind dynamische Wachstumsregionen mit ähnlichen Herausforderungen, vor allem was Siedlungsflächen, Nutzung des Lebensraums und Verkehrsinfrastruktur betrifft. Im Rheintal leben in 41 Gemeinden 308.000 Menschen - 63.000 Einwohner in 12 Gemeinden auf der Schweizer und 245.000 Einwohner in 29 Gemeinden auf Vorarlberger Seite. Außerdem zählen das Vorarlberger und Schweizer Rheintal zu den stärksten Wirtschaftsräumen Europas.  

Gemeinsame Interessen überwiegen auf beiden Seiten

"Es bestehen viele Interessen, die nur gemeinsam wahrgenommen werden können, wie zum Beispiel Fragen der überregionalen Verkehrsanbindung oder der Standortattraktivität", erklärte der Götzner Bürgermeister und Präsident der Rheintalischen Grenzgemeinschaft Werner Huber. Sein Schweizer Kollege Thomas Ammann, Präsident des Vereins St. Galler Rheintal, sieht es ähnlich: "Vision Rheintal auf der Vorarlberger Rheintalseite und das Agglomerationsprogramm Rheintal auf der Schweizer Seite gehören zu einem Planungsprozess vereinigt. Denn bei der Analyse der Potenziale für beide Regionen kommt immer wieder das "Gemeinsame" in allen Bereichen von Siedlung, Landschaft und Verkehr als eine Voraussetzung für eine starke Entwicklung zur Sprache."  

Bereits für den Herbst haben die Rheintaler Bürgermeister und Gemeindepräsidenten deshalb einen weiteren Termin fixiert. Dann soll es darum gehen, Themen der Zusammenarbeit genauer zu diskutieren. Angedacht sind beispielsweise mehr Brücken über den Rhein für Radfahrer und Freizeitsportler. Aber auch ganz konkrete grenzübergreifende Planungen für die Zusammenarbeit der direkt aneinander angrenzenden Gemeinden wie etwa Lustenau, Au und St. Margrethen.  

Gemeinsame Events

In der Zwischenzeit wollen die beiden Regionen die sozialen Kontakte zwischen den Schweizer und Vorarlberger Rheintalgemeinden fördern. Anlässe könnten gemeinsame Veranstaltungen wie Fußballspiele, Feste oder Vereinstreffen sein. "Mit der Erkenntnis der teilnehmenden Bürgermeister und Gemeindepräsidenten "41 Gemeinden = 1 Lebensraum" ist auch das Bekenntnis entstanden, sich nicht nur zufällig oder personenbezogen für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und den Austausch zu treffen. Die Institutionalisierung der Treffen wird uns gemeinsam weiterbringen", ist Thomas Ammann überzeugt.