"Rheintalgespräche 2015" zum Nachsehen
Wohnen und leben im Rheintal sind von hoher Qualität geprägt. Durch das Wachstum in den letzten Jahrzehnten sind wir aber auch an Grenzen gestoßen. In Zukunft wird es noch wichtiger, über qualitätsvolle Siedlungsentwicklung eine gute Balance zwischen Bebauen und Freiflächen zu schaffen.
Doch Dichte alleine garantiert noch keine Qualität, es braucht die gesamte Betrachtung. Dazu gehören Themen wie Bebauung, Verkehr, Freiflächen und auch gesellschaftliche Entwicklungen. Qualitätsvolle Siedlungsentwicklung muss in der Art und Weise stattfinden, wie sie zum jeweiligen Ort passt, sie benötigt gemeinsame Konzepte und einen Blick über den Tellerrand.
Die Rheintalgespräche 2015 "IQ - Innenentwicklung mit Qualität" lieferten Perspektiven zur qualitätsvollen Siedlungsentwicklung aus Sicht von Planung, Ökonomie und Soziologie.
DIETMAR EBERLE
"Dichte und Atmosphäre - Über die bauliche Dichte und ihre Bedingungen in der mitteleuropäischen Stadt"
26.1.2015, Junker-Jonas-Schlössle, Götzis
DI Dietmar Eberle präsentierte an diesem Abend den Entstehungsprozess sowie Ergebnisse seiner aktuellen, gleichnamigen Buchveröffentlichung (Hrsg. Dietmar Eberle/Autor Eberhard Tröger) und ging unter anderem den Fragen nach, ob sich Kriterien für Dichte benennen lassen und ein sinnvolles Maß gefunden werden kann.
MARGRIT HUGENTOBLER
"Soziale Qualitäten von Dichte"
11.3.2015, Palais Liechtenstein, Feldkirch
Dichte ist nicht gleich Dichte. Sie zeigt sich anders im städtischen wie im ländlichen Raum und muss ihre jeweils eigenen Ausdrucksweisen finden. Warum nervt Straßenlärm manchmal auf dem Land mehr als in der Stadt? Welche Kriterien schaffen Lebensqualität? Ein Versuch, der sozialen Bedeutung von Dichte anhand von Beispielen auf die Spur zu kommen.
JOHANN BRÖTHALER
"Fiskalische Effizienz einer Siedlungsentwicklung nach Innen"
9.4.2015, Großer Sitzungsaal Rathaus, Lustenau
Die Siedlungsentwicklung steht bei zunehmendem Flächenbedarf im Spannungsfeld vielfältiger planerischer und funktionaler Herausforderungen. Dabei sind vor allem auch die langfristigen budgetären Folgewirkungen unterschiedlicher Entwicklungspfade zu berücksichtigen. Johann Bröthaler skizzierte in seinem Vortrag folgende Fragestellungen: Welche Effekte sind bei einem sparsamen Umgang mit Flächen und finanziellen Mitteln zu erwarten? Welches Ausmaß können die Kosten der Zersiedelung im Vergleich zu einer Verdichtung nach Innen ausmachen?
Mi 25.03.2015
ANNA SCHINDLER
Aus der Praxis: Wie kann qualitative und sozialverträgliche Verdichtung gelingen?
- Der Vortrag musste leider aufgrund von Krankheit abgesagt werden!
Die Veranstaltungsreihe fand in Kooperation mit dem vai - Vorarlberger Architektur Institut und dem Verein St. Galler Rheintal statt.

