

1. Rheintalkonferenz
28. Februar 2005
Rathaus Dornbirn
Im neuen Sitzungsaal des Dornbirner Rathauses konnten als Hausherr Bgm. Wolfgang Rümmele und für den Lenkungsausschuss Vision Rheintal Gemeindeverbandspräsident Bgm. Wilfried Berchtold willkommen heißen: Landeshauptmann Herbert Sausgruber, Landtagspräsident Gebhard Halder, Raumplanungslandesrat Manfred Rein, die Landesräte Erich Schwärzler und Dieter Egger sowie eine große Zahl von BürgermeisterInnen und Landtagsabgeordneten aus dem Rheintal.
Die mit Vision Rheintal beauftragten Fachleute gaben Auskunft zu den bisherigen Untersuchungsergebnissen und Trendeinschätzungen. Das Rheintal wird eine Wachstumsregion bleiben: Wachstum der Bevölkerung um 13 %, Verdopplung der Altersgruppe der über 65-Jährigen, 30 % mehr Haushalte, Zunahme bei Einpersonenhaushalten um 64 % und ein Bedarf an 44.000 neuen Wohnungen werden bis 2031 prognostiziert. 52 % der gewidmeten Bauflächen für Wohnen und Betriebe sind genutzt, 48 % sind Bauflächenreserven.
Das Siedlungsbild des Rheintals zeigt eine polyzentrische Struktur mit Stadt- und Ortskernen und „urbanen Fragmenten“. Alltäglich nutzen wir das Rheintal im Ganzen. Wohn-, Arbeits-, Schul-, Einkaufs- und Freizeitorte verteilen sich über die gesamte Region. Das Rheintal hat städtische Angebotsqualitäten, stellt aber auch besondere Herausforderungen an die Mobilität und die Gestaltung des öffentlichen Raumes und der Wohnquartiere.
Das Rheintal ist ein wichtiger Standort der produzierenden Wirtschaft, die Impulse für die gesamte Wirtschaft liefert. Gemeindegrenzen überschreitende Zusammenarbeit wird bei Betriebsstandorten immer wichtiger. Freiraum und Landschaft gewinnen als grüne Infrastruktur und Identitätsträger in der Wachstumsregion an Bedeutung: verbrauchernahe Landwirtschaft, Wald und hochwertige Naturräume, Erholungsgebiete und Wasserressourcen.
Landeshauptmann Dr. Herbert Sausgruber hob hervor, dass es darum geht, neue, raumwirksame Kooperationen zu entwickeln, ohne örtliche Identitäten zu verlieren. Bgm. Wilfried Berchtold betonte, dass sich in der Rheintalkonferenz Land und Gemeinden als gleichberechtigte Partner treffen. Wichtige Diskussionspunkte waren: die Zentrenstruktur, der Umgang mit Baulandreserven, die Funktionen der Freiräume und der Druck auf diese, die Wechselwirkungen zwischen Siedlungsentwicklung und Verkehrsaufkommen, der Hochwasserschutz, Kultur, Sozialeinrichtungen und interkommunale Kooperationsansätze.

