





4. Rheintalkonferenz
23. November 2006
Festspielhaus Bregenz
Gemeinsam mit insgesamt rund 40 Bürgermeistern, Landtagsabgeordneten und Regierungsmitgliedern erörterten Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Gemeindeverbandspräsident Wilfried Berchtold im Rahmen der 4. Rheintalkonferenz am Donnerstag, 23. November, im Bregenzer Festspielhaus, die weiteren Schritte zu Vision Rheintal. Dabei wurden die Ergebnisse einer Status Quo-Befragung über das Projekt "Vision Rheintal" präsentiert. Ein weiterer Schwerpunkt bildete die Umsetzung der Erkenntnisse aus dem zweijährigen Leitbildprozess in konkreten Projekten.
"In einer dynamischen und zusammengewachsenen Region können und sollen viele Aufgaben im Verbund von Gemeinden besser gelöst werden, als von einer einzelnen Gemeinde", sagte LH Sausgruber. Ganz besonders gelte es, die regionale raumplanerische Zusammenarbeit zu stärken – der Landeshauptmann verwies auf laufende Projekte im Raum Vorderland-Feldkirch, am Kummenberg und im Bezirk Dornbirn.
Ein weiteres Beispiel für ein Projekt aus "Vision Rheintal" stellt die verstärkte Zusammenarbeit der Gemeinden Dornbirn und Wolfurt bei Betriebansiedelungen dar. Ein unnötiger Wettbewerb soll dadurch vermieden werden. "Es gibt eine ganze Reihe an hervorragenden Initiativen und Ideen, die aus Vision Rheintal entstanden sind. Nun heißt es, diese umzusetzen und dabei zu zeigen, dass eine Zusammenarbeit im Rheintal funktionieren kann", betonte Gemeindeverbandspräsident Berchtold.
Befragung
Im Zeitraum von Oktober bis Anfang November 2006 wurden insgesamt 43 Mitglieder der Rheintalkonferenz persönlich befragt. Hauptergebnis: "Vision Rheintal" muss unbedingt weiter geführt werden. Kernelemente der Befragung bildeten ein Rückblick (Was wurde erreicht, welche Kooperationen sind entstanden, Schlüsselerlebnisse) und Fragen nach der zukünftigen Entwicklung von "Vision Rheintal".
Auf die Frage "Was wurde mit Vision Rheintal erreicht?" lauteten die wichtigsten Ergebnisse:
- Mit Vision Rheintal wurde eine umfangreiche Ist-Stand- Erfassung erstellt, in einer Dichte, die es noch nie gegeben hat
- Vision Rheintal wird als wichtiger Denk- und Planungsprozess mit dem Bewusstsein für die überkommunale Sicht ("Weg vom Kirchturmdenken") beschrieben
- Ortskernentwicklung wurde in einigen Gemeinden verstärkt
- Die Bereitschaft zu Kooperationen ist in den Gemeinden stark gestiegen, vor allem bei Bürgermeistern. "Es ist offener geworden, man redet miteinander".
- Kooperationen zwischen Gemeinden gibt es schon länger, mit Vision Rheintal kommen jedoch neue Aspekte und neuer Schwung hinein
- In vielen Gemeinden hat sich die Kooperation auf Verwaltungsebene verstärkt.
Als Ziele bzw. künftige Entwicklung wurden unter anderem genannt:
- Fortsetzung von Vision Rheintal
- Vertiefte Auseinandersetzung mit den (Zwischen-) Ergebnissen auf Gemeindeebene
- Verbesserung der Information der Gemeindemandatare und der Bevölkerung
- Unterstützung bestehender Kooperationen und Projekte
- Stärkere Einbeziehung des Schweizer Rheintals
- Verstärkte Einbeziehung der Jugend.
Die zweite Phase von Vision Rheintal soll bis zum Sommer 2007 abgeschlossen sein.
Die Ergebnisse der bisherigen Arbeit zeigen das Rheintal als eine Region mit vielen Gemeinden, die geprägt sind von starker Identität und Selbstbewusstsein. Was jedoch noch einer Verbesserung bedarf, ist die Entwicklung der regionalen Identität durch verstärkte Zusammenarbeit und die Definition der einzelnen Profile, die sich gegenseitig ergänzen.
Es haben sich im und durch den Prozess vis!on rheintal bereits Zusammenarbeiten ergeben. Nun geht es darum, die Intensität der konkreten Zusammenarbeit zu verstärken, insbesondere über konkrete Umsetzungen. Die politisch Verantwortlichen sind nun für die Schritte in die Umsetzung zuständig.

