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Siedlung & Mobilität

8. Rheintalkonferenz
8. Jänner 2009
Pfarr- und Pilgersaal Bildstein

Es besteht Handlungsbedarf. Dieser Einschätzung von Experten im Hinblick auf die Siedlungs- und Verkehrsentwicklung im Rheintal stimmten auch die 38 Bürgermeisterinnen, Mitglieder der Landesregierung und des Landtags zu. Bei der 8. Rheintalkonferenz einigten sie sich auf eine Stärkung des öffentlichen Verkehrs und eine sinnvolle Verdichtung innerhalb der bestehenden Siedlungsgrenzen.


"Verdichtet werden soll vor allem im Umfeld von Bahnhöfen und öffentlichen Verkehrsknoten. Diese Punkte sind mit Bus oder Bahn gut erreichbar. Da macht es natürlich Sinn, hochfrequentierte Einrichtungen wie Geschäfte, Schulen, Bibliotheken oder Büros genau dort anzusiedeln."
Landesrat Mag. Karlheinz Rüdisser

Haltestellenprofile und bessere Bahnverbindungen

Das Potenzial dieser Areale soll nun - so der Beschluss der Rheintalkonferenz - mit Hilfe von Haltestellen- und Standortprofilen abgeschätzt werden. Gleichzeitig ist die Erarbeitung von städtebaulichen Masterplänen - langfristige Entwicklungsstrategien für Bereiche - geplant. "Das gibt Investoren eine langfristige Sicherheit, weil sie einen Einblick erhalten, was konkret in einem Gebiet geplant ist", erklärt Vision-Rheintal-Projektleiter Martin Assmann. Das ist eine wesentliche Voraussetzung, um Investoren und Standortentwickler für die Mitgestaltung des Lebensraums Rheintal zu gewinnen.

Vor allem durch eine Stärkung der S-Bahn zwischen Bregenz und Feldkirch sowie in die Schweiz wollen die 29 Rheintalgemeinden die Mobilität in der Region verbessern. In einem ersten Schritt sollen deshalb die infrastrukturellen Voraussetzungen geprüft werden, die eine Takterhöhung zwischen Bregenz und Feldkirch erforderlich machen. 

Parkplatzregelung wird wichtig

Verstärktes Augenmerk wollen die Gemeinden künftig auch dem Thema Parken widmen. Landesrat Rüdisser: "Die Anzahl der vorhandenen Parkplätze hat großen Einfluss auf das Verkehrsaufkommen." Grundsätzlich gilt: Umso besser ein Gebäude mit Bahn, Bus, Rad oder zu Fuß erreichbar sei, desto weniger Parkplätze werden benötigt.

Geregelt wird die Anzahl der erforderlichen Parkplätze in Vorarlberg in der Stellplatzverordnung, die eine Mindestanzahl von Parkplätzen vorschreibt. Städte wie etwa Basel oder Aarau gehen mit der Festsetzung einer maximalen oder reduzierten Stellplatzanzahl bereits neue Wege. "Diese und andere erprobte Beispiele aus dem In- und Ausland werden nun vertieft analysiert und auf ihre Anwendbarkeit in Vorarlberg geprüft", kündigt Projektleiter Martin Assmann an.