Wissenswertes
Siedlung und Mobilität: Stärkung der S-Bahn
Rheintalkonferenz
17. November 2009
Vinomnasaal Rankweil
Auch der Themenbereich Siedlung & Mobilität hat in den vergangenen Monaten entscheidende Entwicklungen erfahren. So ist etwa die Stärkung und Attraktivierung der S-Bahn zwischen Bregenz und St. Margrethen auf Schiene.
Im Juli hat die St. Galler Kantonalregierung einer Mitfinanzierung für den Neubau der Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Lustenau zugestimmt. Der Neubau dieser Brücke ist ausschlaggebend für den Streckenausbau zwischen Lauterach und St. Margrehen. Darüber hinaus soll auch das Angebot von Feldkirch Richtung Buchs ausgebaut werden.
Taktverdichtung zwischen Bregenz und Feldkirch
Bis zum Mai 2010 wird außerdem eine Studie der ÖBB erwartet, welche die infrastrukturellen Voraussetzungen für eine Taktverdichtung der S-Bahn zwischen Bregenz und Feldkirch prüft. "Die Zeitfenster für den Güterverkehr werden durch die Verkürzung der Intervalle zunehmend kleiner. Die ÖBB-Studie soll deshalb prüfen, ob ein Ausbau der Infrasturktur in Abschnitten die Situation verbessern könnte", erklärt Landesrat Karlheinz Rüdisser.
Hohes Potenzial zur Entwicklung der Bahnhofsareale
Verstärkt sind in den Rheintalgemeinden in den vergangenen Monaten Bestrebungen zu erkennen, das Umfeld von Bahnhöfen und öffentlichen Verkehrsknoten zu verdichten. So liegt etwa in Bregenz bereits ein beschlossener Masterplan vor. Die Gemeinden Lauterach, Hohenems, Götzis und Rankweil stehen kurz vor einer Vertragsunterzeichnung mit dem Bund, was eine Entwicklung ihrer Bahnhofsareale betrifft. "Gespräche in den vergangenen Monaten haben gezeigt, dass in zahlreichen Gemeinden ein hohes Potenzial zur Entwicklung der Bahnhofsareale vorhanden ist", schildert Landesrat Karlheinz Rüdisser.
Weiterentwicklung der Stellplatzverordnung
Ein wesentlicher Aspekt für die optimale Abstimmung von Siedlung & Mobilität ist auch die Stellplatzverordnung. Sie regelt die Anzahl der erforderlichen Parkplätze in Vorarlberg und hat großen Einfluss auf das Verkehrsaufkommen. "Grundsätzlich gilt: Umso besser ein Gebiet mit Bus, Bahn oder zu Fuß zu erreichen ist, umso weniger Parkplätze braucht man", verdeutlicht Vision-Rheintal-Projektleiter Martin Assmann. Diesem Umstand soll eine Weiterentwicklung der Stellplatzverordnung Rechnung tragen.

