Rheintalforum "Kinderbetreuung und Gemeindekooperation"
28. November 2008
Frödischsaal Zwischenwasser
Wie funktioniert eine gemeindeübergreifende Kinderbetreuung? Was gilt es zu berücksichtigen? Und welche Vorteile hat eine derartige Lösung? Diese und weitere Fragen stellte das Rheintalforum "Kinderbetreuung & Gemeindekooperation" am 28. November 2008 im Frödischsaal in Zwischenwasser zur Diskussion.
ZUSAMMENFASSUNG
Im November 2007 beschloss die Rheintalkonferenz, dass Kinderbetreuung ein Thema ist, bei dem eine gemeindeübergreifende Sichtweise in den kommenden Jahren besonders wichtig und sinnvoll ist. In den darauf folgenden Monaten hat Vision Rheintal intensiv zum Thema Kinderbetreuung & Gemeindekooperation recherchiert und informiert. Es wurde eine Bestandsaufnahme gemacht, eine Exkursion organisiert, ein Magazin mit dem Schwerpunktthema "Kinderbetreuung & Gemeindekooperation" herausgegeben, eine Mini-Wanderausstellung gestaltet und gemeinsam mit ExpertInnen Handlungsempfehlungen für die Landes- und Gemeindepolitiker erarbeitet.
Auf dem Weg zu einheitlichen Tarifen
Daraufhin hat das Land Vorarlberg eine Studie in Auftrag gegeben, die bereits funktionierende Gemeindekooperationen in der Kinderbetreuung untersucht. Ziel dieser Analyse ist es, die Faktoren einer erfolgreichen Kooperation herauszufiltern und konkrete Empfehlungen zu erarbeiten. Die Ergebnisse dieser Studie werden Ende März 2009 erwartet.
"Besonders erfreulich ist auch," so Vision-Rheintal-Projektleiter Martin Assmann, "dass sowohl die 11 Vorderlandgemeinden als auch die 7 Hofsteiggemeinden ihre Kindergartentarife inzwischen harmonisiert haben. Somit sind die Tarife bereits in mehr als der Hälfte der Rheintalgemeinden einheitlich."
Durchwegs positive Erfahrungen
Die Referenten des Rheintalforums in Zwischenwasser berichteten durchwegs von positiven Erfahrungen mit Kooperationsmodellen. "Im Bereich Kinderbetreuung funktioniert Gemeindekooperation sehr gut," so Wolfgang Kopf vom Vorderlandhus in Röthis, wo acht Gemeinden gemeinsam eine Kinderbetreuungseinrichtung betreiben, "das liegt daran, dass einzelne Gemeinden ein so gutes Angebot aus finanziellen und personellen Gründen oft nicht bieten könnten."
Angelika Moosbrugger, Gemeinderätin in Wolfurt, betont, dass Kooperationen dort auf besonders fruchtbaren Boden fallen, wo regionales Denken bereits vorhanden ist: "Die sieben Hofsteiggemeinden sind ständig im Gespräch über Dinge, die wir miteinander auf die Beine stellen wollen. Die gemeinsame Ferienbetreuung für alle sieben Gemeinden wurde auf Handschlagqualität aufgebaut, was tadellos funktioniert."
Vorteile für alle Beteiligten
Dass alle etwas davon haben, wenn die Kinderbetreuung wie bei der KIMI in Lustenau zum Arbeitsplatz rückt, strick Gero Riedmann vom Verein Millenium Park in seinem Vortrag heraus: "Solche Modelle machen Gemeinden zu attraktiven Wirtschaftsstandorten, Betriebe zu attraktiven Arbeitgebern und die Familien haben mehr Zeit miteinander."
Im Anschluss an die Referate gab es ausreichend Gelegenheit zur Diskussion mit den Referentinnen und Referenten. Der Einladung gefolgt sind rund 60 interessierte Männer und Frauen - darunter Landesrat Siegi Stemer, Die Landtagsabgeordneten Katharina Wiesflecker und Erika Burtscher und die Bürgermeister Josef Mathis (Zwischenwasser), Karl Wutschitz (Sulz) und Fritz Maierhofer (Koblach).







