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Regionale Betriebsgebiete: Flächenbedarf steht fest

9. Rheintalkonferenz
17. November 2009
Vinomnasaal Rankweil

Wie wird sich der zukünftige Bedarf an betrieblich genutzten Flächen im Rheintal entwickeln? Zur Vertiefung dieser Frage hat das Land Vorarlberg auf Initiative von Vision Rheintal bei der Technischen Universität Wien eine Studie in Auftrag gegeben. Mit den Ergebnissen liegt jetzt erstmals eine konkrete Abschätzung der zukünftigen Bedarfsflächen für Betriebsgebiete vor.

Laut Studie beträgt der tatsächliche Flächenbedarf für Betriebsgebiete im Rheintal bis zum Jahr 2021 neun bis 17 Hektar pro Jahr. Im Rahmen der Studie des Fachbereichs Finanzwissenschaft und Infrastrukturpolitik im Department für Raumentwicklungs-, Infrastruktur- und Umweltplanung der TU Wien wurden 20 Vorarlberger Leitbetriebe mündlich befragt. 49 Vorarlberger Unternehmen füllten einen Online-Fragebogen aus.

Flächen definieren und Verfügbarkeit klären

Im Zuge des Leitbildprozesses hat Vision Rheintal gemeinsam mit zahlreichen Expertinnen und Experten bereits Areale mit optimalen Standortkriterien für Betriebsgebiete herausgearbeitet. Als nächster Schritt sollen nun die Flächen definiert werden, die innerhalb dieser Areale für eine betriebliche Nutzung in Frage kommen. 

"Hand in Hand damit muss die Frage der Verfügbarkeit dieser Flächen geklärt werden", betont Landesrat Karlheinz Rüdisser. Die Umsetzung der Vertragsraumordnung könnte dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Sind konkrete Planungen für neue Betriebsgebiete vorhanden, soll auch geprüft werden, ob die bestehenden Finanzausgleichsmechanismen ausreichen oder ob die Notwendigkeit von zusätzlichen Ausgleichsmaßnahmen besteht. 

Leerstehende Betriebsflächen neu nutzen

"Werden neue Betriebsgebiete geplant, ist es absolut sinnvoll, dass die Gemeinden über den Ausgleich von Nutzen und Belastungen diskutieren. Aber schon die bestehenden Mechanismen sorgen für einen gewissen Ausgleich zwischen den Gemeinden", betont Landesrat Karlheinz Rüdisser. Als wesentliche Zielsetzung siehr Rüdisser aber nach wie vor das Bemühen, bereits vorhandene leer stehende Betriebsflächen neu zu nutzen. "Dafür," so Landesrat Rüdisser, "gibt es gute Beispiele von Bregenz bis Feldkirch."