Ökologische Aufwertung der Alpenrheinmündung
Stand: September 2010
Die Rheinmündung zählt zu den besonders wertvollen Lebensräumen im Naturschutzgebiet Rheindelta. In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbeirat Rheinmündung und einem Planungsbüro wurden 2008 ökologische Verbesserungsmaßnahmen gesetzt.
Bereits Ende des 19. Jahrhunderts regelte ein Staatsvertrag zwischen Österreich und der Schweiz die Rheinregulierung. Neben deren Hauptaufgabe, dem Hochwasserschutz, bemüht sich die Rheinbauleitung vorbildlich, bei der Vorstreckung des größten Wildflusses Mitteleuropas in den Bodensee auch ökologische Aspekte zu berücksichtigen. "Für Vögel, Fische und seltene Pflanzenarten hat diese Landschaft internationale Bedeutung", betont der Harder Ökologe Markus Grabher. Sein Umweltbüro ist mit der ökologischen Begleitplanung der Rheinmündung beaufragt.
Wertvoller Lebensraum
Das Interreg-Projekt bringt vor allem Verbesserungen für die Fischfauna und sichert den Fortbestand seltener Vogelarten. Ein wesentliches Teilprojekt ist die Anbindung der 30 Hektar großen Lagune an die Fußacher Bucht. "Die Dämme um die Lagune sind beliebte Wanderwege. Wir haben die Öffnungen durch Stege für Fußgänger überbrückt, um dieses wertvolle Naherholungsgebiet für Naturfreunde zu erhalten", so Grabher.
Zahlreiche Beteiligte
Insgesamt werden die Kosten mit rund 300.000 Euro veranschlagt. Die EU unterstützt das Vorhaben im Rahmen eines Interreg-Projektes. Weitere finanzielle Unterstützung kommt vom Land Vorarlberg, den Gemeinden Hard und Fußach, den Fischereivereinen Hard und Rheindelta sowie dem Naturschutzverein Rheindelta. Die Kosten werden nach einem vereinbarten Schlüssel aufgeteilt.
Laut Projektplaner Markus Grabher funktioniert die Zusammenarbeit erstaunlich gut. Wir ziehen alle am selben Strang. Unser gemeinsames Ziel ist die Erhaltung dieses wertvollen Naturschutzgebietes".
(Foto: Hanno Thurnher)

