Sie sind hier: Projekte / Verwaltung / Baurechtsverwaltung Vorderland

Weitere Informationen

Baurechtsverwaltung Vorderland
T 05522/43124
 E-Mail
 Homepage

Baurechtsverwaltung Vorderland

Stand: September 2010

Elf Gemeinden - eine gemeinsame Baurechtsverwaltung. Die Organisation mit Sitz in Sulz startete Ihre Arbeit am 1. November 2005 und wickelt sämtliche Baueingaben in den beteiligten Gemeinden ab, berät Bauherren und stellt Baubescheide aus. Diese Art der Kooperation hat sowohl für die beteiligten Gemeinden, aber vor allem auch für die "Häuslebauer" enorme Vorteile. Wie sind nurn die konkreten bisherigen Erfahrungen? Ein Gespräch mit Simon Dittrich, dem Leiter der Baurechtsverwaltung Vorderland.

Herr Dr. Dittrich, welche Erfahrungen haben Sie mit der gemeinsamen Baurechtsverwaltung für die Vorderländer Gemeinden gemacht?

Simon Dittrich: Ich denke, es ist nicht übertrieben, wenn man sagt, dass die Erwartungen aller Beteiligten übertroffen wurden. Das Konzept der zentralen Verwaltung ist aufgegangen.

Wie genau sah dieses Konzept aus?

Simon Dittrich: Es gab mehrere Gründe, die zur Gründung einer gemeinsamen Baurechtsverwaltung führten. Der Hauptgrund war, den Service für die Bürger in der Bauphase zu verbessern. Gerade die kleineren Gemeinden haben zunehmend Schwierigkeiten, alle Faktoren des Baurechts umfassend zu erfüllen. Und selbstverständlich kann sich nicht jede Gemeinde einen eigenen Juristen und einen eigenen Bautechniker leisten. Hier können durch eine Konzentration in eine gemeinsame Verwaltung gewaltige Synergien genutzt werden.

Gab es zu Beginn einer solchen Gemeindekooperation nicht viele Schwierigkeiten? Stichwort "Kirchturmdenken?"

Simon Dittrich: Natürlich braucht ein solches Konstrukt am Anfang ein paar Nachjustierungen, das hat aber weniger mit den "Kirchtürmen" und mehr mit den verschiedenen Voraussetzungen in den Kommunen zu tun. Diese konnte jedoch erstaunlich schnell ausgeglichen werden. Vor allem, und das ist das Wichtigste, war für den Bürger von Beginn an der volle Service nutzbar.

Konnte auch die Rechtssicherheit für den Bauherren erhöht werden?

Simon Dittrich: Absolut. Dies lässt sich eindrücklich an den Zahlen zeigen. Bereits 2006, im ersten Jahr der Zusammenarbeit, gab es bei 543 Bauverfahren lediglich 6 Einsprüche. Das entspricht ca. 10 % des früheren Wertes der beteiligten Gemeinden.

Sie sind mit Ihrem Büro ja im Gemeindeamt Sulz angesiedelt. Haben Sie nun viel Kundenfrequenz aus den Vorderländer Gemeinden?

Simon Dittrich: Der erste Ansprechpartner für den Bürger ist auch weiterhin der Bürgerservice im jeweiligen Ort. Wir sind die operative Instanz im Hintergrund. Derzeit kommen ca. 50% aller Anfrage direkt in unser Büro nach Sulz.

Durch welche zusätzlichen Leistungen konnten Sie den Service für die BürgerInnen verbessern?

Simon Dittrich: Wir haben eine eigene Homepage der Baurechtsverwaltung auf vorderland.com/baurecht eingerichtet. Über diese Site stehen den BürgerInnen sätmliche Informationen und Formulare im Download zur Verfügung. Außerdem konnten wir die Verfahrensdauer sukzessive reduzieren. Derzeit liegt die bei 30 Tagen. Dies ist zwar bereits ein sehr guter Wert wenn man berücksichtigt, dass darin auch aufwendige Verfahren, wie beispielsweise Wohnanlagen und Betriebsstätten, beinhaltet sind. Dennoch wollen wir diesen Wert weiter senken, um den Bauherren den Baubeginn schnell zu ermöglichen.