Stand: Juni 2014
2003 beschlossen die Gemeinden Hard, Höchst, Gaißau und Fußach, ein gemeinsames Katastrophenlager zu errichten. Grundsätzlich ist jede Gemeinde selbst für ihren Katastrophenschutz verantwortlich. Nach dem Hochwasser 1999, bei dem ca. 250.000 Sandsäcke zur Sicherung des Seedammes gelegt werden mussten, war es den Gemeinden des Löschkreises Rheindelta wichtig, zukünftig besser gerüstet zu sein.

So wurden in der Folge gemeinsam Materialien und Gerätschaften für Sturmschaden, Hochwasser und Sicherungsmaterial erworben und gelagert. Beim Neubau des Gerätehauses in Fußach stellte die Gemeinde die notwendige Fläche für das gemeinsame Katastrophenlager zur Verfügung. Auch der Kauf einer Sandsackabfüllmaschine wurde mit Hilfe der Förderung des Katastrophenfonds des Landes ermöglicht. Die Finanzierung des Katastrophenlagers erfolgt zusätzlich über einen Schlüssel nach Größe der Gemeinden, dieser kommt im Schadensfall zum Tragen. Bei Bedarf kann auch eine einzelne Gemeinde die gesamte Infrastruktur nutzen.
Die Vorteile einer solchen, in Vorarlberg einmaligen Zusammenarbeit, zeigte sich in den letzten Jahren unter anderem auch 2012 während des Hochwassers im Bregenzerwald und
im Leiblachtal.
10-jähiges Jubiläum
Im Juni dieses Jahres feierten die Gemeinden das 10-jährige Bestehen des Gerätehauses und des Werkhofes Fußach, sowie des Katastrophenlagers Löschkreis Rheindelta.
An diesem Tag der offenen Tür unter dem Motto »Sicher ist Sicher« präsentierten sich Feuerwehr, Polizei, Rettung, und in einer Hubschrauberlandung waren sämtliche Rettungs- und Hilfsorganisatoren anwesend. Es gab Programm für die ganze Familie mit Bewirtung und einen Shuttlebus zwischen den Gemeinden. Etwa 300 Jugendliche nahmen an Trainingsbewerben der Feuerwehrjugend teil.

»Das gemeinsame Katastrophenlager, im Gerätehaus der Feuerwehr Fußach untergebracht, stellt eine Besonderheit im Hinblick auf Bündelung der technischen Ressourcen und der guten Zusammenarbeit der Gemeinden und der Feuerwehren dar. Der unabhängige Zugriff im Einsatzfall kann unbürokratisch und schnell erfolgen. Die Vorhaltung von Werkzeugen und Materialien ist nicht durch jede einzelne Gemeinde notwendig.«
LABG. BÜRGERMEISTER ERNST BLUM

