Wissenswertes
Hoher BedarfWegen des hohen Bedarfs an leistbaren Wohnungen soll der gemeinnützige Wohnbau in Vorarlberg ausgeweitet werden und auch in Gemeinden Einzug halten, in denen es bisher noch keinen gab. Dagegen regen sich aber mancherorts kräftige Widerstände.
InterviewWie reagiert die Politik auf den steigenden Bedarf an leistbaren Wohnungen? Und wie hat sich der gemeinnützige Wohnbau im Laufe der Jahre verändert? Ein Gespräch mit Landeshauptmann Markus Wallner und Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser.
Ungleich verteiltDie von Vision Rheintal jüngst erhobenen Daten haben gezeigt, dass die gemeinnützigen Wohnungen im Großraum Rheintal sehr ungleich auf die einzelnen Gemeinden verteilt sind.
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Vision Rheintal
Sabina Danczul
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Schulterschluss im gemeinnützigen Wohnbau.
Auf der 11. Rheintalkonferenz am 26. Juni 2013 im Hohenemser Löwensaal haben das Land Vorarlberg und die 29 Rheintalgemeinden vereinbart, den gemeinnützigen Wohnbau in Zukunft regional abzustimmen. Inzwischen wurde diese Vereinbarung von Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und allen Bürgermeistern des Rheintals unterzeichnet sowie von der Landesregierung und den ersten Gemeinden per Beschluss bestätigt.
Ausgangspunkt des Schulterschlusses ist eine Analyse von Vision Rheintal, die ergeben hat, dass die gemeinnützigen Wohnungen im Großraum Rheintal sehr unterschiedlich auf die einzelnen Gemeinden verteilt sind. Bregenz und Lochau liegen an der Spitze, andere größere Gemeinden folgen, während es in diversen kleineren Gemeinden wenig oder noch gar keinen gemeinnützigen Wohnbau gibt.
"Wir wollen in Zukunft mehr in die Breite gehen," erklärt Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser. "Junge Familien, die leistbaren Wohnraum suchen, sollten nicht gezwungen sein wegzuziehen, weil es in ihrer Gemeinde kein solches Angebot gibt." Landesweit planen zurzeit elf Gemeinden, in denen es bisher keinen gemeinnützigen Wohnbau gab, für 2013 und 2014 ihre ersten Anlagen.
Konzept zur großräumigen Verteilung
"Dass die Gemeinden einer so großen Region wie dem Rheintal an einem Strang ziehen, um den steigenden Bedarf an leistbaren Wohnungen zu decken, ist ein ganz wesentlicher Schritt," freut sich Harald Köhlmeier, Bürgermeister von Hard und Chef des Vorarlberger Gemeindeverbandes, "denn eine gute Verteilung setzt einen regionalen Blick und eine regionale Zusammenarbeit voraus."
Die Vereinbarung, die von Vision Rheintal ausgearbeitet und auf der 11. Rheintalkonferenz beschlossen wurde, umfasst insgesamt sieben Punkte. Unter anderem ist geplant, den mittel- bis langfristigen Bedarf an gemeinnützigen Wohnungen im Rheintal zu untersuchen und darauf basierend ein Konzept zur großräumigen Verteilung der Wohnungen zu erstellen.

