Weiterführende Informationen
Webseite Business Upper Austria
"Steckbrief" Interkommunale Standortentwicklung und Betriebsansiedlung in OÖ
Serviceleistungen "Business Upper Austria" für Gemeinden und Gemeindeverbände
Muster Statuten für INKOBAs sind gerne auf Anfrage bei Vision Rheintal erhältich: office (at) vision-rheintal.at
"Interkommunale Betriebsgebiete - wie funkioniert so etwas?"
Am 23. November 2015 informierten sich Bürgermeister und Bürgermeisterinnen und Experten aus der Verwaltung im designforum Vorarlberg in Dornbirn über die Möglichkeit gemeindeübergreifender Zusammenarbeit bei Betriebsansiedlungen.
In Zeiten knapper werdenden Bodens und angespannter Gemeindebudgets sind neue Ansätze gefragt, wenn es um die Bereitstellung von Flächen für Betriebe und in der Folge um Einnahmen für die Gemeindekassen geht. Ein Lösungsansatz sind interkommunale Betriebsgebiete - sie finden sich als Pilotprojekt im Arbeitsplan der Regierung ebenso wie im Rahmenplan
Rheintal Nord.
In einem interkommunalen Betriebsgebiet betreiben mehrere Gemeinden gemeinsam an einem Standort ein Betriebsgebiet. Sie teilen sich Kosten und Einnahmen nach einem festgelegten Schlüssel. Ein Vorreiter ist das Land Oberösterreich, wo seit gut 15 Jahren Gemeinden in sogenannten INKOBAs – Interkommunalen Betriebsansiedlungen – zusammengeschlossen sind.

Erfahrungen aus Oberösterreich
Franz Tauber, Projektleiter beim Investoren- und Standortmanagement der „Business Upper Austria“ und Bürgermeister Fritz Stockinger, Obmann der INKOBA Freistadt, stellten das Modell INKOBA vor und berichteten aus der Praxis.
Derzeit gibt es in Oberösterreich 28 gemeindeübergreifende Kooperationsgemeinschaften, in denen knapp 60 % aller oö Gemeinden bei der Entwicklung und Vermarktung von betrieblichen Standorten zusammenarbeiten. Der Großteil davon ist in Gemeindeverbänden organisiert.
Die „Business Upper Austria“ begleitet die Gemeinden fachlich bei der Entwicklung eines gemeinsamen Betriebsgebietes. Das beginnt bei Bewusstseinsbildung, geht über die Abklärung der geeigneten Form der Zusammenarbeit bis hin zur Unterstützung bei der Einrichtung eines professionellen INKOBA-Managements. Die Entscheidung über die Ansiedlung eines jeden Betriebes trifft der jeweilige Gemeindeverband selbst.

Eindrückliche Erfolgsbilanz
Die Bilanz der Oberösterreicher fällt positiv aus: Die Kooperationen haben die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Oberösterreich gestärkt und die Bereitstellung optimaler Betriebsstandorte für potenzielle Investoren zusammen mit dem Flächenangebot privater Eigentümer ermöglicht.
Besondere Herausforderung der Region Rheintal
In der anschließenden Diskussion mit den anwesenden Bürgermeistern und Fachleuten zeigten sich sehr klar die besonderen Herausforderungen der Region Rheintal mit ihren knappen Flächen. Gleichzeitig war man sich über das große Potenzial zukünftiger, gemeindeübergreifender Kooperationen einig.


